XIV. Workshop für DoktorandInnen

Klimawandel, paläoumwelt und archäologie

6JUNHO - 10JUNHO 2022
MADRID
Workshop

Voranmeldung notwendig

[Die Anmeldungen sind geschlossen]

Koordination: Dirce MARZOLI (Deutsches Archäologisches Institut, Madrid) und Gwladys BERNARD (EHEHI-Casa de Velázquez, Madrid)
Organisation: Abteilung Madrid des Deutschen Archäologischen Instituts und École des hautes études hispaniques et ibériques (Casa de Velázquez, Madrid)

Orte:
Deutsches Archäologisches Institut, C/ Serrano 159, 28002 Madrid
Casa de Velázquez, C/ de Paul Guinard 3, 28040 Madrid


Voranmeldung notwendig
[Die Anmeldungen sind geschlossen]

 


Zahl der teilnehmenden Doktorandinnen und Doktoranden: 15

 

Präsentation

Der Workshop ist Teil der langjährigen Kooperation der Madrider Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts mit der École des hautes études hispaniques et ibériques (Casa de Velázquez, Madrid) und bereits zu einer international wahrgenommenen Tradition geworden. Wegen der Covid-19-Pandemie mussten die für 2020 und 2021 vorgesehenen Treffen abgesagt werden. Wir sind zuversichtlich und hoffen, dass der diesjährige Workshop stattfinden kann. Es wird der vierzehnte sein.

Der Workshop bietet dem internationalen wissenschaftlichen Nachwuchs ein Forum für den offenen und konstruktiv kritischen Dialog.

Der diesjährige Schwerpunkt bezieht sich auf klimatische Veränderungen und ihren Auswirkungen auf frühe Umwelten, Kulturen und Gesellschaften. Das aktuelle Thema spiegelt sich in neuen Forschungsrichtungen wieder. Klimatische Veränderungen werden in Zusammenhang mit historischen, kulturellen, sozialen und politischen sowie individuellen und gemeinschaftlichen Veränderungen gesehen. Die interdisziplinäre Archäologie bietet Grundlagen für neue historische Sichtweisen. Geologische, geographische, archäobotanische, archäozoologische, anthropologische Analysen liefern gemeinsam mit archäologischen und historischen Untersuchungen Möglichkeiten für die Erfassung der auslösenden Faktoren und der Auswirkungen von Umweltveränderungen (z. B. Migrationen, Bevölkerungsrückgang, veränderte Ernährungsgewohnheiten, Krankheiten, die direkt oder indirekt mit Veränderungen der Umwelt und des Klimas zusammenhängen). Naturkatastrophen (Überschwemmungen, Dürreperioden, Stürme, Pandemien…) hinterlassen Spuren, welche die Archäologie zu kontextualisieren und datieren vermag.

Zu den behandelten Themen gehören:

  • Dialog zwischen Naturwissenschaften und Archäologie

  • Dokumentation von Umwelt- und Klimawandel in archäologischen Kontexten

  • Auswirkung von Klimawandel auf Veränderungen von Kultur, Gesellschaft, Demographie

  • Klima- und Landschaftsveränderungen in antiken Schriftquellen

  • Klimawandel und die Entstehung neuer archäologischer Disziplinen (arktische Archäologie, Gletscherarchäologie, Montanarchäologie, Küstenarchäologie)

  • Klimawandel und Kulturerbe

Die Fragestellungen und Methoden der Doktorarbeiten werden eingehend besprochen. Die Zielgruppe umfasst Doktorand*innen der Fächer Vorgeschichte, Archäologie, Alte Geschichte, Bauforschung sowie auf Archäologie bezogene Geo- und Naturwissenschaften, deren Dissertationen das Thema des Workshops zum Gegenstand haben. Die Thematik ist absichtlich weit gefasst, um einen offenen Austausch zwischen Disziplinen, Forschungsfeldern und Traditionen zu ermöglichen.
 

An dem Workshop werden sich Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Europa sowie aus dem Maghreb beteiligen. Auswahlkriterium für die Teilnahme ist die Qualität der Dissertationsprojekte und Motivationsschreiben.

Räumlich findet der Workshop alternierend in der Casa de Velázquez und im DAI statt.

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer wird die Möglichkeit haben, sich durch die Präsentation der eigenen Dissertation aktiv einzubringen.

Hochrangige Spezialisten begleiten den Workshop als Mentoren. Sie vertreten unterschiedliche Disziplinen, wie Alte Geschichte, Klassische Archäologie, Spätantike- und frühmittelalterliche Archäologie, Geoarchäologie, Geographie, Archäobotanik, Dendrochronologie und Anthropologie:

  • Manuel Álvarez Martí-Aguilar
    Institut für historische Wissenschaften der Universität Málaga
  • Ferran Antolín
    Naturwissenschaftliches Referat des Deutschen Archäologischen Instituts, Berlin
  • Helmut Brückner
    Geographisches Institut der Universität zu Köln
  • Ingo Heinrich
    Naturwissenschaftliches Referat des Deutschen Archäologischen Instituts, Berlin
  • Claude Raynaud
    Forschungsleiter für Archäologie am CNRS, Laboratoire d'Excellence Archimede, Montpellier 
  • Oliva Rodríguez Gutiérrez
    Institut für Vorgeschichte und Archäologie der Universität Sevilla
  • Philipp von Rummel
    Generalsekretär des Deutschen Archäologischen Instituts, Berlin


     

 

   
Bewerbungsmodalitäten und Unterkunft

Von Bewerber*innen wird erwartet: Nennung des Arbeitstitels ihrer Dissertation, kurzer Abstract der geplanten Arbeit, Motivationsschreiben für die Teilnahme am Workshop.

Teilnahmegebühren fallen nicht an.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bewerbung bis zum 20. April 2022 (Mitternacht, Madrid Ortszeit) unter folgendem Link.

Das Ergebnis der Entscheidungen der Kommission wird ab dem 27. April 2022 mitgeteilt.

Für alle nicht in Madrid Ansässigen werden vom 5. bis 8. Juni 2022 (4 Nächte da Anreise am Sonntag, den 5 .6.2022) Unterkunft und Frühstück in der Casa de Velázquez zur Verfügung gestellt. Für Mittagessen ist gesorgt, ebenso wie für den Transport zwischen der Casa de Velázquez und dem DAI. Jedoch werden die Kosten der Anreise vom Heimatort nach Madrid für die Doktorandinnen und Doktoranden nicht übernommen. Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Marokko, Tunesien und Algerien werden insgesamt drei Reisestipendien in Höhe von 350 € bereitgestellt.

Sprachen des Workshops sind Spanisch, Französisch, Deutsch, Portugiesisch, Italienisch und Englisch.

 


© Ponsich, 1972, publicada en P. Sillières, Belo IX : la basilique, 2012, Collection de la Casa de Velázquez n° 136, p. 13. 

 

 

PODCASTS
02/02/2018 - 18min 31s - Français