Martin AURELL ist Professor für mittelalterliche Geschichte und Mitglied des Institut Universitaire de France. Er ist Experte für die politische, kulturelle und religiöse Geschichte des mittelalterlichen Katalonien. Aktuell beschäftigt er sich mit Kommunikationsgeschichte, insbesondere anläßlich der Tagung Convaincre et persuader: communication et propagande aux XIIe et XIIIe siècles in Poitiers 2007 und in seinen beiden letzten Veröffentlichungen Le Chevalier lettré : savoir et conduite de l’aristocratie aux XIIe et XIIIe siècles (Paris 2011) und Des Chrétiens contre les croisades (XIIe-XIIIe siècles) (voraussichtlich 2013).

Daniel BALOUP ist Leiter der Abteilung Antike und Mittelalter an der Casa de Velázquez. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Ideologie des Heiligen Krieges und die Vorstellung der interreligösen Grenze auf der Iberischen Halbinsel zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert.
Weitere Informationen

Daniel BERGER ist Mitarbeiter im Projekt „Papsturkunden des frühen und hohen Mittelalters“ an der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (site web). Er hat einen Regestenband zu Burgos in der Reihe Iberia pontificia publiziert und arbeitet zurzeit über die Diözese Palencia.

Maïté BILLORÉ, Maître de conférence an der Universität Jean Moulin-Lyon 3 und Mitglied des CIHAM in Lyon, hat eine Dissertation mit dem Titel Pouvoir et noblesse en Normandie (fin XIIe–début XIIIe siècle) verfasst. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen derzeit auf Autoritätsanfechtungen in der anglo-normannischen Welt und der Rechtsgeschichte des 11. bis 13. Jahrhunderts.

Gordon BLENNEMANN ist Assistent am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg und aktuell Feodor Lynen-Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung an der EHESS (École des hautes études en sciences sociales) und dem Deutschen Historischen Institut in Paris. Er hat eine Dissertation über die Sozialgeschichte der Benediktinerinnen in Metz verfasst. Zurzeit arbeitet er über mittelalterliche Hagiographie, insbesondere über Formen der Tradition und Adaptation der Idee des Martyriums in der frühmittelalterlichen Gallia. Er hat zudem bei der Erstellung der Regesten Nikolaus I. im Rahmen des Projekts „Papstregesten 795–911“ der Regesta Imperii mitgearbeitet.
Weitere Informationen

Edina BOZOKY, Expertin für Religionsgeschichte des Mittelalters, arbeitet zu Glauben und Legenden im Mittelalter. Vor kurzem hat sie die Monographie Attila et les Huns. Vérités et légendes (Paris 2012) und den Tagungsband Hagiographie, idéologie et politique en Occident médiéval (Turnhout 2012) veröffentlicht.

Florence CLOSE hat eine Dissertation über politische Theologie in der Karolingerzeit verfasst, die 2011 unter dem Titel Unifier la foi pour unifier le royaume franc. Contribution à la pensée politico-théologique de Charlemagne (Brüssel, Académie Royale de Belgique, 2011) erschienen ist. Diese basiert vor allem auf einer genauen Analyse von Briefwechseln, insbesondere des Alkuin im Rahmen des Adoptionismusstreits. Sie hat diese Arbeit mit einem Artikel über diesen Konflikt auf der Basis der Briefsammlung des berühmten Mönches fortgesetzt.

Michaël COUSIN, Doktorand an der Universität Poitiers und der Casa de Velázquez, arbeitet an einer Dissertation mit dem Titel Correspondance et réseaux épistolaires latins dans et en lien avec la péninsule Ibérique (711- milieu du XIIe siècle).

Thomas CZERNER  ist Mitarbeiter im Projekt „Papsturkunden des frühen und hohen Mittelalters“ an der Akademie der Wissenschaften in Göttingen (site web). Er arbeitet an einem Band der Iberia Pontificia über die Diözese Pamplona.

Vincent DEBIAIS hat 2004 an der Universität Poitiers seine Dissertation verteidigt, die unter dem Titel Messages de pierre. La lecture des inscriptions dans la communication médiévale (Turnhout 2009) erschienen ist. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am CNRS (Centre nationale de la Recherche scientifique/Nationales Forschungszentrum), Mitglied des CESCM (Centre d’études supérieueres de civilisation médiévale/Forschungszentrum für mittelalterliche Kultur) und Herausgeber des Corpus des inscriptions de la France médiévale und der Abteilung Mittelalterliche Epigraphik am CESCM. Seine Forschungsschwerpunkte sind die mittelalterliche Schriftkultur, Inschriften und allgemeine Fragen der Kommunikation im Mittelalter. Er bereitet eine Habilitation über die die Rolle der Dichtung in der bildnerischen Gestaltung im Mittelalter vor (ekphrasis, tituli, inscriptions monumentales).
Weitere Informationen

Bruno DUMÉZIL, Verfasser einer Dissertation über die Konversion im ‚barbarischen‘ Europa, hat vor kurzem in Zusammenarbeit mit Thomas Lienhard eine Übersetzung austrasischer Briefe (im Erscheinen) angefertigt. Seine Arbeiten basieren in hohem Maße auf Briefen als Quellen, insbesondere La reine Brunehaut (Paris 2008). Im Rahmen des Epistola-Projekts leitet er die Arbeitsgruppe zur westgotischen Epistolographie.

Jacques ELFASSI, der in seiner Dissertation die Synonyma Isidors von Sevillas ediert und die Geschichte des Textes untersucht, ist Experte für lateinische Sprache und Literatur der Spätantike und des Mittelalters, insbesondere auf der Iberischen Halbinsel.

Frank ENGEL ist Mitarbeiter im Projekt „Papsturkunden des frühen und hohen Mittelalters“ an der Akademie der Wissenschaften in Göttingen (site web). Er arbeitet an einem Band der Iberia Pontificia über die Diözesen Avila et de Calahorra.

Saul António GOMES hat seine Dissertation über die Kanzlei des Klosters Heilig Kreuz in Coimbra (12. bis 14. Jahrhundert) im Jahr 2000 an der Universität Coimbra eingereicht. Sein Forschungsschwerpunkt ist portugiesische Diplomatik und er hat einige Aufsätze über die Entstehung der Dokumente, Formulare, über die syllographische Beglaubigung und die Geschichte der Handschriften und Archive im mittelalterlichen Portugal verfasst.

Katharina GÖTZ ist Doktorandin an der Universität Erlangen-Nürnberg. Sie erstellt im Rahmen des Projekts einen Band der Iberia Pontificia über die Papstkontakte mit der Iberischen Halbinsel vor 711 und arbeitet an einer Dissertation über das Bild des Bischofs auf der Iberischen Halbinsel in der Westgotenzeit.
Weitere Informationen

Salvador IRANZO ABELLÁN, Juniorprofessor an der philologischen Fakultät der Universität in Barcelona, hat eine Dissertation über westgotische Epistolographie verfasst (Estudios sobre la epistolografía visigótica). Seine Forschungen und Publikationen befassen sich mit der lateinischen Sprache der Spätantike und des Mittelalters und mit kritischen Editionen, insbesondere mit Textes des Westgotenreiches. Er arbeitet außerdem am Glossarium Mediae Latinitatis Cataloniae mit.

Marie-Céline ISAÏA ist Maître de conférences an der Universität Jean Moulin in Lyon. Ihre Dissertation widmete sich dem hagiographischen Dossier des heiligen Remigius von Reims und erschien 2010. Seit dem Erscheinen von Normes et hagiographie hat sie weiter über die Historiographie und die Verbreitung von Texten im Hohen Mittelalter gearbeitet. Für ihre Arbeiten zu Briefen vergleiche die Punkte 2, 7, 9 und 16 der Bibliographie.
Weitere Informationen

Sylvie JOYE ist Maître de conférences an der Universität Reims und Mitglied des Institut Universitaire de France. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit Familie und Verwandtschaft in der Spätantike und im frühen Mittelalter. Ihre weiteren Forschungsschwerpunkte sind die Rechtsgeschichte und moderne Historiographie des Mittelalters. In letzter Zeit hat sie über Briefsammlungen von Frauen gearbeitet, insbesondere im Rahmen der Tagung L'épistolaire politique I : Gouverner par les lettres.

Ruth MIGUEL FRANCO, ist zur Gastprofessorin an der Universität der Balearen. Sie hat 2008 an der Universität Salamanca ihre Dissertation mit dem Titel El “Epistularium” de Braulio de Zaragoza : edición crítica, traducción y estudio verteidigt, deren spanische Übersetzung bald erscheinen wird. Sie hat zudem einige Aufsätze über die literarischen und linguistischen Aspekte der Korrespondenz des Braulio von Saragossa und die Epistolographie des 13. Jahrhunderts verfasst.

Alain RAUWEL, Verfasser einer Dissertation mit dem Titel Expositio missae. Le commentaire du Canon de la Messe dans la tradition monastique et scolastique, ist Experte für die Religionsgeschichte des Hohen Mittalters. Seine Forschungsschwerpunkte sind insbesondere die Liturgie, Klöster und Kanonikergemeinschaften.

Blaise ROYER, Ingénieur de recherche am CESCM, ist Redaktionssekretär der Cahiers de civilisation médiévale und Koordinator der Bibliographie de civilisation médiévale. Im Rahmen des Epistola-Projekts arbeitet er an der Übersetzung der Briefe Isidors von Sevilla.

Bernardo SA-NOGUEIRA, Verfasser einer Dissertation mit dem Titel Notariat et instrument public au Portugal (1212–1279). Origines et évolution, ist Experte für Diplomatik und Institutionsgeschichte des 13. bis 16. Jahrhunderts. Er arbeitet vor allem über das öffentliche Notariat, Schreiber in der weltlichen und kirchlichen Verwaltung und die Actio königlicher Dokumente.

Myriam SORIA hat eine Dissertation mit dem Titel La crosse brisée. Des évêques agressés dans une Église en conflits (Royaume de France, fin Xe-début XIIIe s.) veröffentlicht. Sie interessiert sich für Überzeugungs- und Kommunikationsstrategien innerhalb der kirchlichen Sphäre, insbesonderer für die Mittel, die das Papsttum von der gregorianischen Reform bis ins 12. Jahrhundert nutzte, um den Weltklerus um sich zu scharen. Daher arbeitet sie in der Regel mit den Briefwechseln der päpstlichen und bischöflichen Kanzleien.

Claire TIGNOLET, Universität Évry-Val d’Essonne, arbeitet an einer Dissertation über Theodulf von Orléans. Sie hat sich mit ‚politischen‘ Briefen karolingischer Prinzessinnen und Königinnen beschäftigt.
Weitere Informationen

Veronika UNGER arbeitet an einer Dissertation über die Registerführung und die päpstliche Briefpraxis im 9. Jahrhundert an der Universität Erlangen-Nürnberg. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Papstregesten 795–911“ der Regesta Imperii (Akademie der Wissenschaften in Mainz). Im Rahmen des Epistola-Projekts erstellt sie eine Anthologie der Papstbriefe des 9. Jahrhunderts mit Übersetzung und Kommentar (zusammen mit Klaus Herbers).
Weitere Informationen

Christiane VEYRARD-COSME ist Professorin ab der Universität Paris 3-Sorbonne Nouvelle, Direktorin des CESAR und Expertin für mittellateinische Literatur des 8. bis 12. Jahrhunderts. Sie bereitet zurzeit eine Übersetzung und einen Kommentar der Alkuin-Korrespondenz für die Sources Chrétiennes vor.

Ludwig VONES ist Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität zu Köln und Experte für die Beziehungen zwischen dem Papsttum und der Iberischen Halbinsel im Mittelalter. Er hat eine Studie zur Historia Compostellana, insbesondere zu den zahlreichen Briefen, aus denen dieses registrum der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts besteht, und zur Reformpolitik Urbans V. verfasst sowie eine Geschichte der Iberischen Halbinsel im Mittelalter. Er arbeitet an einem Band der Iberia Pontificia über die Provincia Tarraconensis.