École des hautes études hispaniques et ibériques (EHEHI)

Die École des hautes études hispaniques et ibériques ist die Forschungseinrichtung der Casa de Velázquez. Sie wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Madrid gegründet. Sie ist Mitglied im Verbund französischer Forschungseinrichtungen im Ausland, die zum Erziehungsministerium gehören. Die École verfolgt zwei Ziele: Die Erforschung der Kulturen und Gesellschaften auf der Iberischen Halbinsel, im Maghreb und im atlantischen Raum sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf diesem Gebiet. Ihr Forschungsprogramm ist in fünf große Einheiten gegliedert, die aus jeweils verschieden langfristigen Forschungsprojekten bestehen. Jedes Forschungsprojekt wird durch ein internationales Komitee unterstützt. Die École des études hispaniques et ibériques bringt in das EPISTOLA-Projekt, das von ihr initiiert wurde, ihre Erfahrungen mit Forschungsprojekten, Möglichkeiten der Forschungsförderung und vielfältige Kontakte ein.
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Centre d'études supérieures de civilisation médiévale (CESCM)

Das Centre d'études supérieures de civilisation médiévale ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung mit Beteiligung der Fächer Geschichte, Kunstgeschichte, Archäologie, Literatur, Philologie und Musikwissenschaft unter der Leitung der CNRS (Centre national de la recherche scientifique) und der Universität Poitiers. Es wurde 1953 als interdisziplinäres Zentrum für Forschung und Lehre zur romanischen Kultur gegründet. Im Laufe der der Zeit hat das CESCM seine Kompetenzen erweitert und widmet sich nun auch den vielfältigen Akteuren und Facetten des Mittelalters. Es genießt dabei hohe internationale Anerkennung. Von der Breite seiner Interessen und seiner Vernetzung auf nationaler und internationaler Ebene zeugen die Herausgabe der Zeitschrift „Cahiers de Civilisation médiévale“ und die „Semaines d’études medievales“, ein seit 1954 jährlich stattfindender Kongress.
Seit langem an Forschungen zur Iberischen Halbinsel beteiligt, unterstützt das CESCM in den letzten Jahren die Untersuchung von Briefpraktiken, besonders angeregt durch einen Workshop zu den Briefen Isidors von Sevilla. Im Rahmen des EPISTOLA-Programms möchte das CESCM, gemäß seines philologischen Forschungsschwerpunkts neue Methoden und Interpretationsmöglichkeiten mittelalterlicher Briefe erproben und den Problemen der Gattungsdefinition, der Editionen und der Erforschung des Genres auf den Grund gehen.
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Die Friedrich-Alexander-Universität

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wurde 1743 gegründet. Sie ist die zweitgrößte Universität Bayerns und eine der führenden Forschungsstellen für den medizinischen und naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Mit zahlreichen Drittmittelprojekten zählt sie zu einer der forschungsstärkten Universitäten Deutschlands.
Das Epistola-Projekt ist am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften unter der Leitung von Prof. Klaus Herbers angesiedelt. Die Erlanger Mediävistik beschäftigt sich traditionell mit der Iberischen Halbinsel und der Papstgeschichte, beispielsweise während der bereits abgeschlossenen Forschungsprojekte „Die Mozaraber. Kulturelle Identität zwischen Orient und Okzident“, „Multiethnische und multireligiöse Kulturen Europas im transkulturellen Vergleich“ oder „Zentrum und Peripherie im europäischen Mittelalter: Das Papsttum und Galicien bis 1198“. Des Weiteren kann Epistola von aktuellen Projekten des Lehrstuhls profitieren, so etwa von der Erarbeitung einer Neuauflage der Regesta Pontificum Romanorum – einem Verzeichnis der Papsturkunden bis 1198 – oder der Arbeit an den Papstregesten der Regesta Imperii.
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